Was wirkt wie? 7 medizinische Cannabissorten im Vergleich

Cannabis ist eine Gattung der Hanfgewächse. In der medizinischen Verwendung beziehen wir uns auf die weibliche Pflanze. Sie produziert die Blüten, die unter anderem die Wirkstoffe Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) enthalten.  

Die Cannabis Pflanze wird im Allgemeinen in drei Genetiken eingeteilt: Sativa, Indica und Ruderalis. Die ersten beiden sind in der Cannabis Medizin von größter Bedeutung und werden mitunter auch als Klassifizierungssystem verwendet.

Da Cannabis Sativa häufig höhere Mengen an THC enthält, wird dieser Genetik eine psychoaktive Wirkung zugeschrieben, die sich stimmungsaufhellend auswirkt. Bei Cannabis Indica wird aufgrund des typischerweise höheren CBD Gehalts oft mehr auf die körperliche Wirkung gedeutet. 

Egal, ob du eine Cannabistherapie beginnen möchtest oder bereits in Behandlung bist – hier findest du detaillierte Informationen zu sieben verschiedenen medizinischen Cannabissorten. Wir geben dir die wichtigsten Punkte als Übersicht, damit du sie vergleichen und in Bezug auf deine Bedürfnisse einschätzen kannst.

Die wichtigsten Punkte

  • Es gibt verschiedene Cannabis Genetiken, die der Einfachheit halber häufig auch als Klassifikationssysteme verwendet werden. Am aussagekräftigsten ist jedoch das Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen.
  • Neben der Indica und Sativa Genetik sind auch daraus entstandene Hybrid Sorten bei der medizinischen Behandlung mit Cannabis von großer Bedeutung.
  • Die Behandlung mit Cannabis ist sehr individuell und die richtige Sorte wird vom Arzt anhand verschiedener Faktoren entschieden. Zu den am häufigsten verschriebenen Sorten gehören Gorilla Glue, Mango Haze, Hindu Kush, Warlock und Cannatonic.
  • Medizinisches Cannabis kann schmerzlindernd und entspannend wirken. Jede Sorte hat jedoch ihr eigenes Cannabinoid Profil, das zu unterschiedlichen Wirkungen führt. Entdecke hier sieben medizinische Sorten im Vergleich.

Wie werden medizinische Cannabissorten klassifiziert?

Oftmals wird die Genetik der Cannabis Pflanzen als Anhaltspunkt genommen, um Rückschlüsse auf deren Wirkung zu ziehen. Wissenschaftler und Cannabis Spezialisten betonen allerdings, dass die chemische Zusammensetzung das wahre Differenzierungsmerkmal ist [1]. 

Bei einer Cannabis Therapie ist es daher wichtig, sich bei der Sortenwahl nicht nur mit der Genetik, sondern mit dem gesamten Wirkungsprofil auseinanderzusetzen. Die Zusammenwirkung der Cannabinoide, Terpene und Flavonoide gibt einen besseren Einblick auf die zu erwartende Wirkung.

Mit der zunehmenden Popularität von Cannabis im 20. Jahrhundert in Europa und Amerika wurden viele Hybridsorten aus Cannabis Sativa und Indica Kreuzungen geschaffen. Der Vorteil von Hybridpflanzen ist, dass ihre Wirkungsprofile anhand der Ursprungssorten genau definiert werden können. Außerdem ist es möglich, dass intensivere Wirkungsprofile mit schnelleren Blütezeiten vereint werden.

Was macht eine gute medizinische Cannabissorte aus?

Die meisten medizinischen Sorten, auf die Patienten in Deutschland Zugriff haben, werden als Indica dominant oder Sativa dominant kategorisiert. Manche Sorten können auch ein ausgeglichenes THC und CBD Verhältnis haben.

Die richtige Sorte für den medizinischen Einsatz hängt von den Beschwerden des Patienten, seiner Erfahrung mit der Einnahme von Cannabis, möglichen Kontraindikationen und der Einnahmeform ab.

Letztendlich unterliegt die Entscheidung der Einschätzung und dem medizinischen Fachwissen des behandelnden Arztes. Dieser wird die Symptome des Patienten und die Wirkungsprofile verschiedener Sorten genauestens abwägen [2].

1. Gorilla Glue

Gorilla Glue ist eine Hybridsorte, die in den USA entstand und für ihre besonders hohen THC Werte von etwa 24 % – 26 % bekannt ist. Aufgrund ihrer Potenz ist Gorilla Glue für den medizinischen Einsatz optimal.

Die intensive Wirkung zeichnet sich durch ihre schmerzstillenden Eigenschaften aus, die den Patienten schon kurz nach der Inhalation ein Gefühl der Erleichterung verschaffen können. So ist die Gorilla Glue Wirkung bei chronischen Schmerzen, Arthrose und Muskelkrämpfen gut geeignet.

Die Sorte weist außerdem entzündungshemmende Eigenschaften auf, was sie zu einer potenziellen Option für die Behandlung von entzündlichen Krankheiten wie z. B. Darmerkrankungen und Asthma macht.

Hinzu kommt der tiefenentspannende und lang anhaltende therapeutische Effekt mit genau dem richtigen Maß an erhebender Euphorie. Geschmacklich zeichnet sich Gorilla Glue  durch erdige und süße Nuancen mit Zitronen- und Pinienaromen aus.

Hinweis bei der Handhabung: Der Name der Gorilla Glue kommt daher, dass die Blüten recht klebrig sind. Das Zermahlen im Grinder kann etwas Übung erfordern.

2. Mango

Die preisgekrönte Sorte Mango ist Indica dominant. Sie enthält etwa 18 % – 25 % THC und hat einen sehr niedrigen CBD Gehalt.

Dank ihrer schmerzstillenden Resultate eignet sie sich vor allem für Patienten mit chronischen Schmerzen. Die Mango Sorte ist auch dafür bekannt, Muskelverspannungen zu lindern, unter denen beispielsweise Patienten mit Multipler Sklerose leiden.

Ein Nebeneffekt, der bei der medizinischen Einnahme der Sorte Mango auftreten kann, ist ein gesteigerter Appetit. Für Patienten, die aufgrund von Behandlungen unter Appetitlosigkeit leiden, kann dies von Vorteil sein.

Einigen Anwendern zufolge wirkt die Sorte Mango auch stimulierend und energetisierend, was sie zu einer möglichen Behandlungsoption bei Depressionen und Angstzuständen macht. Je nach Dosis und Patient kann Mango auch in einen nachdenklichen, meditativen Zustand versetzen.

Top Tipp: Wie der Name vermuten lässt, haben die dichten Blüten der Mango Cannabissorte ein fruchtiges Aroma, das vor allem Neulinge der Cannabis Therapie als angenehm empfinden. 

3. Hindu Kush

Bei der aus dem gleichnamigen Gebirge stammenden Sorte Hindu Kush handelt es sich um eine der wenigen existierenden reinen Indica Sorten. Der THC Gehalt liegt bei etwa 20 %, während der CBD Gehalt sehr niedrig ist. Aufgrund dessen ist die Hindu Kush Wirkung stark beruhigend.

Migräne, Stress oder Verspannungen können nach der Einnahme dieser medizinischen Cannabissorte in den Hintergrund geraten. Stattdessen können Patienten mehr Leichtigkeit und ein tiefgehendes Ruhegefühl empfinden, das die Erholung möglich macht.

Neben der tiefen Entspannung berichten manche Patienten von einem kreativen Aufschwung. Gerade bei depressiven Verstimmungen ist dies ein willkommener Nebeneffekt.

Eine weitere bekannte Wirkung dieser Sorte ist die Schlafförderung – eine wahre Wohltat für Patienten mit Schlafstörungen! Klassisch für den hohen THC Gehalt hat Hindu Kush auch ein effektives Wirkungsprofil im Bereich der Schmerzlinderung.

Geruch und Geschmack: Das Aroma der Cannabissorte Hindu Kush ist eher würzig und erinnert an Kiefer und Zitrus.

4. Warlock

Warlock ist eine Hybridsorte. Sie hat einen ähnlichen CBD und THC Gehalt wie Hindu Kush, obwohl sie hauptsächlich Indica-Genetik enthält. Wegen ihrer ausgewogenen Wirkung wird sie gerne für therapeutische Zwecke verwendet.

Eines der Hauptanwendungsgebiete der preisgekrönten Warlock ist die Schmerzbehandlung. Patienten mit Arthrose, Fibromyalgie und Multipler Sklerose finden oft Linderung nach der Einnahme.

Auch Patienten mit Depressionen und Angststörungen können von dem Cannabinoid Profil dieser Sorte profitieren, da es entspannend wirkt und Stressgefühle durch ein ruhiges Wohlbefinden ersetzen kann. Je nach Dosierung kann sich auch eine Müdigkeit einstellen – eine Wohltat für Patienten mit Insomnie.

Die entzündungshemmende Warlock Wirkung kann Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden lindern, die durch das Reizdarmsyndrom oder Morbus Crohn verursacht werden.

Aromaprofil: Die einzigartige Terpen Kombination der Sorte Warlock sorgt für ein süßlich-säuerliches Aroma.

5. Cannatonic

Die Hybridsorte Cannatonic ist zu gleichen Teilen aus Indica und Sativa Genetiken gekreuzt. Sie zeichnet sich durch einen höheren CBD Anteil von 11 % – 13 % aus. Der niedrige THC Anteil von unter 1 % ist für Patienten geeignet, die keine psychoaktive Wirkung wünschen.

Einer der wichtigsten medizinischen Vorteile von Cannatonic ist ihre Fähigkeit zur Linderung chronischer Schmerzen. Gleichzeitig wird der Sorte eine beruhigende Wirkung zugeschrieben.

Auch für Epilepsiekranke wird die Cannatonic Wirkung als potenziell nützlich angesehen. Es wurde gezeigt, dass der hohe CBD Gehalt der Sorte krampflösende Eigenschaften besitzt, die dazu beitragen können, die Häufigkeit und Schwere von Anfällen bei Menschen mit Epilepsie zu reduzieren. 

Ein weiterer Vorteil dieser Cannabissorte ist ihre entzündungshemmende Wirkung. Somit kann die medizinische Inhalation von Cannatonic z. B. bei Asthma-, Reizdarm- und Arthrose-Patienten verordnet werden. 

Geruch und Geschmack: Das Aroma von Cannatonic wird als intensiv, aber frisch beschrieben. Es schwingen Noten von Zitrus und Pinie mit.

6. Mango Haze

Mango Haze ist eine Hybrid Kreuzung, bei der Indica- und Sativa-Genetik kombiniert wurde. Der CBD Gehalt ist mit 10 % – 15 % etwas höher als der THC Gehalt von 7 % – 10 %.

Für Patienten mit chronischen Schmerzen ist Mango Haze ebenfalls eine häufig gewählte Cannabissorte. Die körperlichen Symptome, die Krankheiten wie Multiple Sklerose und Darmerkrankungen mit sich bringen, können durch die medizinische Einnahme erheblich verringert werden.

Auch auf psychischer Ebene ist die Mango Haze Wirkung nicht zu unterschätzen. Menschen mit Angstzuständen und Depressionen profitieren vom mäßigen THC Gehalt der Sorte. THC kann Angstgefühle reduzieren und ein Gefühl des Wohlbefindens vermitteln.

Mango Haze wird außerdem für Menschen empfohlen, die unter Übelkeit und Erbrechen leiden, z. B. als Folge von Chemotherapie und anderen intensiven Behandlungen.

Das vielfältige Terpenprofil erschafft ein Zusammenspiel an Aromen. Bei der Inhalation stechen sowohl würzige als auch holzige, süßliche und fruchtige Noten hervor. 

Vorteilhafte Nebenwirkung: Der mäßig hohe THC Gehalt der Mango Haze kann zur appetitanregenden Wirkung beitragen und so die Nebenwirkungen einer Strahlentherapie abfedern oder bei Anorexie lindernd wirken.

7. White Widow

Die medizinische Cannabis Sorte White Widow ist eine relativ ausgeglichene Hybrid Kreuzung mit etwas höherem Sativa Anteil. Sie weist einen geringen CBD Anteil von unter 1 % und einen weitaus höheren THC Anteil von bis zu 14 % – 18 % auf.

Sie erfreut sich bei Patienten mit Angststörungen großer Beliebtheit, da sie die Gedanken beruhigt und Gefühle von Stress mindert. Das Gefühl von Entspannung geht mit einer Empfindung von Glück einher, kann aber auch in eine erlösende Müdigkeit umschlagen.

Die White Widow Wirkung spüren Patienten vorwiegend auf das Verdauungssystem. Sie kann den Appetit anregen, sowie Übelkeit und Brechreiz lindern. Die akute Linderung ist besonders gut für Personen geeignet, die z. B. aufgrund einer Behandlung den Drang zum Erbrechen haben.

Last but not least bringt die Inhalation von White Widow schmerzlindernde Effekte mit sich. Muskelkrämpfe und Migräneanfälle lassen sich hiermit gut behandeln.

Angenehmes Aroma: Intensiv, würzig und etwas fruchtig. White Widow enthält komplexe Aromen, die allgemein als angenehm beschrieben werden.

Wo medizinische Cannabisblüten bestellen?

Wenn du bereits über ein BtM Rezept für Cannabisblüten verfügst, kannst du es direkt von der Arztpraxis an Grüne Brise senden lassen. Der Marktplatz für Online Apotheken bietet eine große Auswahl an erstklassigen medizinischen Cannabisblüten und lässt dich die Preise der einzelnen Sorten auf einen Blick miteinander vergleichen.

Lade zur Bestellung einfach einen Scan deines Rezeptes hoch, wähle deine medizinische Cannabissorte und prüfe die Verfügbarkeit. Ist deine Sorte verfügbar, erhältst du sie nach Abschluss der Bestellung innerhalb von 72 Stunden bequem zu dir nach Hause. Jetzt Rezept einlösen!

Schlusswort

Dieser Artikel gibt einen nützlichen Überblick über einige der besten medizinischen Cannabissorten. Die Entscheidung, welche Sorte für dich und deine Symptombehandlung am besten geeignet ist, wird dennoch sorgfältig von deinem Arzt getroffen. Natürlich ist es für den Erfolg deiner Cannabis Therapie entscheidend, dass du deine Erfahrung genau verfolgst und an deinen Arzt weitergibst. Möglicherweise kannst du mit einer anderen Sorte oder einer Kombination verschiedener Sorten noch bessere Ergebnisse erzielen.  

Denn auch wenn Cannabissorten von medizinischer Qualität mit viel Expertise gezüchtet werden, lässt sich deren Wirkung nie hundertprozentig voraussagen. Das Endocannabinoid System reagiert bei jedem Menschen individuell verschieden auf mitunter gleiche Substanzen. Das bedeutet, dass dieselbe Sorte bei verschiedenen Personen unterschiedlich wirken kann. Dazu kommt eine Vielfalt anderer Faktoren, die die Art und Intensität der Wirkung sowie mögliche Nebenwirkungen beeinflussen. 

Bei einem kannst du dir dennoch sicher sein: Auf Grüne Brise hast du eine große Auswahl an hochwertigen Cannabisblüten. Die große Verfügbarkeit, transparente Preise, flexible Zahlungsoptionen und schneller Versand sind uns gleichermaßen wichtig, um dir deine Cannabis Therapie so leicht wie möglich zu gestalten. Löse dein Rezept jetzt ein!

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Heilmittelwerbegesetz Disclaimer

Die von Grüne Brise bereitgestellte Plattform für Cannabis-Apotheken richtet sich an Patienten, die im Besitz einer ärztlichen Verordnung für die Verwendung von medizinischem Cannabis sind. Wir weisen darauf hin, dass der Erwerb und die Verwendung von medizinischem Cannabis in Deutschland strengen regulatorischen Anforderungen unterliegt und ausschließlich für medizinische Zwecke gestattet ist. Wir empfehlen unseren Nutzern, sich vor dem Erwerb und der Verwendung von medizinischem Cannabis über die geltenden Vorschriften zu informieren und sich an die Anweisungen ihres behandelnden Arztes zu halten. Medizinisches Cannabis kann zur Linderung der Symptomatik einer Vielzahl von Krankheiten beitragen, darunter ADHS, Migräne, chronische Schmerzen, Depressionen, Schlafstörungen, Endometriose, Multiple Sklerose, Epilepsie und Morbus Crohn. Konform mit dem Heilmittelwerbegesetz gewährleisten wir jedoch keine Heilung.

Gender-Hinweis

Im vorliegenden Artikel wird darauf verzichtet, bei Personenbezeichnungen sowohl die männliche als auch die weibliche Form zu nennen. Die männliche Form gilt in allen Fällen, in denen dies nicht explizit ausgeschlossen wird, für beide Geschlechter.