Cannabis verdampfen – Wissenswertes, Vorteile und Tipps

[Lesedauer: circa. 17 Minuten]

Das Verdampfen ist ein Prozess, bei dem Cannabisblüten mithilfe eines Verdampfers (auch Vaporisator oder Vaporizer genannt) auf eine Temperatur von 180 °C bis 210 °C erhitzt werden. Das aktiviert die Cannabinoide und Terpene im Pflanzenmaterial und wandelt sie in einen gasförmigen Zustand um. Aus diesem Dampf können die Wirkstoffe direkt aufgenommen werden und innerhalb weniger Minuten ihre Effekte im Körper entfalten.

Dieser Artikel gibt dir eine Übersicht über die verschiedenen Arten des Verdampfens von Cannabis. Wir gehen auf die Vorteile ein, die das Inhalieren an sich und im Vergleich zu anderen Einnahmeformen mit sich bringt und geben dir nützliche Tipps für die richtige Lagerung, Verwendung und Wartung deines Verdampfers. 

Die wichtigsten Punkte

  • In einem Verdampfer wird eine genau abgewogene Menge an zerkleinerten Cannabisblüten kontrolliert auf 180 °C bis 210 °C erhitzt. Patienten mit akuten Schmerzen, Krämpfen oder psychischen Leiden erhalten durch das Inhalieren des wirkstoffreichen Dampfes schnell Linderung. 
  • Es gibt mobile und stationäre Verdampfer, die durch verschiedene Heizsysteme mit Cannabisblüten oder Öl betrieben werden können. In Deutschland gibt es zwei medizinisch zugelassene Geräte, deren Kostenübernahme bei der Krankenkasse beantragt werden kann.
  • Das Verdampfen von medizinischem Cannabis ermöglicht eine reine und schonende Aufnahme der Cannabinoide und Terpene, ohne dass schädliche Substanzen in den Körper gelangen. Die Methode ist außerdem sparsam im Gebrauch, geruchsarm und geschmacklich dezent.
  • Cannabisblüten müssen vor der Nutzung im Verdampfer mit einem geeigneten Grinder zerkleinert werden. Nach der Nutzung sollte der medizinische Verdampfer sorgfältig gesäubert werden, um ihn im besten Zustand zu halten.

Für wen ist das Cannabis Verdampfen geeignet?

Da die Wirkung beim Cannabis Verdampfen innerhalb weniger Minuten eintritt, ist diese Methode besonders gut für Personen geeignet, für die eine akute Linderung wichtig ist, etwa bei Krämpfen, Übelkeit oder Depressionen.

Wer zum ersten Mal eine Cannabistherapie beginnt oder keine Erfahrung mit der Einnahme von Cannabis hat, ist mit dem Verdampfen gut beraten. Bei dieser Darreichungsform kann die Menge genau dosiert werden. Auch Nichtraucher können das Verdampfen bedenkenlos ausprobieren, da es gesundheitsschonend und geruchsarm ist.

Was bedeutet Verdampfen genau?

In der Naturheilkunde wird die Methode der Verdampfung seit Langem zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt. Typischerweise werden ätherische Öle oder Heilkräuter wie Eukalyptus oder Baldrian verwendet. Bei dieser auch als Phyto-Inhalation bezeichneten Methode werden die heilenden Wirkstoffe durch den Dampf der erhitzten Kräuter eingeatmet. 

Die richtige Temperatur zur Verdampfung unterscheidet sich von Heilkraut zu Heilkraut. Beim Cannabis Verdampfen passiert der Prozess der Decarboxylierung zwischen 180 °C und 210 °C. Durch die Erwärmung kommt es zu einem chemischen Prozess, bei dem die Cannabinoide und Terpene herausgelöst werden. In dieser Form stehen sie dem Körper direkt zur Verfügung.

Mit welchem Vaporisator Cannabis verdampfen? 

Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Cannabis Verdampfern. Bei den einen werden die Cannabisblüten direkt mit dem Heizelement in Kontakt gebracht (Konduktion), bei den anderen werden die Blüten durch heiße Luft erwärmt (Konvektion). Manche Cannabis Verdampfer können auch durch beide Heizsysteme betrieben werden [1]. 

Derzeit gibt es zwei Verdampfer, die in Deutschland für den medizinischen Gebrauch zugelassen und TÜV-zertifiziert sind. 

  • Der Volcano Medic 2 ist ein stationärer Verdampfer mit digitalem Display für den Heimgebrauch. Es können sowohl Cannabisblüten als auch die Flüssigform Dronabinol verdampft und über einen Ventilballon oder Schlauch inhaliert werden. 
  • Der Mighty Medic ist ein tragbarer Verdampfer für unterwegs. Bei seriösen Online Händlern findet man ihn als handlichen mobilen Verdampfer, der batterie- oder extern (z. B. durch ein Feuerzeug) betrieben wird.

Wer trägt die Kosten für den Cannabis Verdampfer?

Sofern man nach sorgfältiger Absprache von seinem Arzt medizinische Cannabisblüten verschrieben bekommen hat, ist es möglich, bei seiner Krankenkasse die Kostenübernahme für den Verdampfer zu beantragen. Der Verdampfer stellt für die Cannabistherapie eine sogenannte „medizinische Applikationshilfe” dar.

Cannabis Inhalieren – Die 4 wichtigsten Vorteile auf einen Blick

Die Inhalation über einen Verdampfer ist die reinste Form der Anwendung von Cannabis als Medizin. Indem qualitativ hochwertige Cannabisblüten auf die richtige Vaporizer Temperatur zwischen 180 °C und 210 °C erhitzt werden, nimmt der Dampf die Mehrheit der wirkungsvollen Cannabinoide und Terpene auf. Diese werden durch das Inhalieren direkt vom Körper aufgenommen und entfalten innerhalb von Minuten ihre schmerzlindernde und entspannende Wirkung. Bei der Verwendung eines Verdampfers lässt sich jeder Schritt kontrollieren: von der Wahl und Kombination der Blüten zur Dosierung und der Temperatureinstellung für verschiedene Intensitäten [2].

1. Effektiver als die orale Cannabis Einnahme

Während die Inhalation praktisch sofort wirkt, müssen die Wirkstoffe bei der oralen Einnahme erst den Magen-Darm-Trakt passieren und werden teilweise metabolisiert, was die Aufnahme der Cannabinoide verzögert und die Intensität verändern kann. Insgesamt hält die Wirkung bei oraler Einnahme länger an, die Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe ist jedoch geringer als bei der Inhalation.

2. Gesünder und besser als Rauchen

Da die Cannabisblüten beim Verdampfen auf die optimale Temperatur erhitzt werden, verbrennen sie nicht. Beim Rauchen passiert nämlich genau das – das Pflanzenmaterial verbrennt und setzt eine ganze Reihe schädlicher Toxine frei [3]. Wird das Cannabis beim Rauchen zusätzlich noch mit Tabak gemischt, verstärkt das den Lungen schädigenden Effekt. Cannabis zu inhalieren, ist somit für medizinische Zwecke ganz klar die bessere Alternative. 

3. Sparsam im Verbrauch

Die Verwendung eines Verdampfers ist ergiebiger, da weniger Cannabisblüten benötigt werden als bei der Verbrennung. Bei der Inhalation gelangt außerdem ein größerer Teil der wertvollen Cannabinoide in den Körper, die beim Rauchen durch ungesunde Nebenprodukte verdrängt werden. Hinzu kommt, dass bei der oralen Verabreichung die Dosis oft schwer abzuschätzen ist und es leicht zu einer Überdosierung kommt. Das Inhalieren von Cannabis ist somit die sparsamere Methode. 

4. Dezenter Geruch und Geschmack

Beim Cannabis Verdampfen nimmt man lediglich ein subtiles Aroma und einen dezenten Geschmack wahr. Sowohl während der Nutzung als auch danach ist der Geruch wenig ausgeprägt und verflüchtigt sich relativ schnell. Dadurch ist das Cannabis Vaporisieren bei Bedarf auch unterwegs möglich und für Nichtraucher oder geruchsempfindliche Personen geeignet.

In welcher Darreichungsform lässt sich Cannabis verdampfen?

Zum Verdampfen müssen Cannabisblüten mithilfe eines Grinders gemahlen werden. Ein speziell für diesen Zweck geeigneter Grinder zerkleinert die Blüten auf die richtige Größe und lockert sie für eine gleichmäßige Verdampfung auf. Eine pulvrige Konsistenz ist zu vermeiden, um das Inhalieren kleiner Partikel zu verhindern.

Die richtige Feuchtigkeit der Cannabisblüten

Die optimale Luftfeuchtigkeit für die Lagerung von Cannabisblüten liegt zwischen 55 % und 62 % und kann leicht mit Feuchtigkeitsreglern erreicht werden. Da trockenes Cannabis schneller verdampft, muss in diesem Fall eine niedrigere Temperatur eingestellt werden. Bei zu feuchtem Cannabis ist es schwieriger, die gewünschte Wirkung zu erzielen. Es muss daher bei niedriger Temperatur vorgetrocknet werden.

Die Lagerung ist essenziell

Für eine gute Verdampfung ist die richtige Lagerung der Cannabisblüten entscheidend. Um die optimale Feuchtigkeit zu bewahren, sollten die Blüten in sterilisierten, luftdicht verschlossenen und lichtgeschützten Gläsern aufbewahrt werden. Ganze Blüten bleiben länger frisch. Medizinisches Cannabis kann auch als bereits zerkleinertes Granulat verschrieben werden. Dieses trocknet aufgrund der größeren Oberfläche schneller aus, sodass eine richtige Lagerung umso wichtiger ist.

Cannabis verdampfen – Temperatur und weitere Einstellungen

Die Temperatureinstellung hat den größten Einfluss auf die Wirksamkeit der Cannabinoide sowie der Terpene und Flavonoide (die zum Aroma, aber auch zur Wirkung beitragen). Da verschiedene Cannabinoide unterschiedliche Siedepunkte haben, können die Ergebnisse je nach Temperatur variieren. Es sind einige Versuche notwendig, um herauszufinden, mit welcher Temperatur man persönlich beim Cannabis vaporisieren die besten Resultate erreicht.

Als Faustregel gilt, dass niedrigere Temperaturen eher psychisch und höhere Temperaturen eher physisch wirken. Während eine zu niedrige Temperatur zu wenig aus den Cannabisblüten herausholt, kann eine zu hohe Temperatur beim Inhalieren gesundheitsschädlich sein. Zwischen 180 °C und 210 °C liegst du für Cannabisblüten im optimalen Bereich. 185 °C sind im Allgemeinen ein guter Ausgangspunkt, da damit eine breite Palette von Wirkstoffen effektiv aktiviert wird.

Auch die Qualität der Cannabisblüten darf nicht außer Acht gelassen werden. Schließlich können beim Erhitzen neben den Cannabinoiden im ungünstigsten Fall auch Giftstoffe freigesetzt werden. Aus diesem Grund ist es unglaublich wichtig, dass die Cannabisblüten aus sorgfältig kontrolliertem, legalem Anbau stammen und keine Pestizide enthalten.

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Wie funktioniert ein Vaporizer? 6 Schritte zum Verdampfen von Cannabis

  1. Zerkleinere die Cannabisblüten mit einem geeigneten Grinder, damit sie gleichmäßig verdampfen.
  2. Wiege die gewünschte Menge mit einer Feinwaage ab. Für noch präziseres Wiegen kann der Verdampfer auf die Waage gestellt, diese auf Null zurückgesetzt und die Kräuterkammer dann gefüllt werden.
  3. Bevor du die Kräuterkammer füllst, stelle sicher, dass der Cannabis Verdampfer ausgestellt ist.
  4. Befülle die Kräuterkammer, wenn du dies nicht bereits getan hast.
  5. Stelle eine Temperatur zwischen 180 °C und 210 °C ein. Je nach Gerät dauert es bis zu einer Minute, bis die Temperatur erreicht ist.
  6. Inhaliere den Dampf und genieße die Wirkung.

Die richtige Wartung des Vaporizers für Cannabis

Um deinen Cannabis Verdampfer optimal zu nutzen und ihn in bestmöglichem Zustand zu halten, ist eine regelmäßige Reinigung wichtig. Es wird hierfür empfohlen, sich an die Anweisungen des Herstellers zu halten. Die folgenden Hinweise dienen als Richtlinie.

  • Die Kräuterkammer des Verdampfers regelmäßig entleeren und sorgfältig reinigen.
  • Mundstücke reinigen, z. B. im Alkoholbad.
  • Andere Teile, die mit dem Dampf in Kontakt gekommen sind, ebenfalls reinigen.
  • Wenn ergänzend ein Grinder verwendet wurde, kann dieser mit einer Bürste gesäubert oder je nach Material in der Spülmaschine gewaschen werden.

Abschließende Gedanken zur Eignung von Vaporisatoren

Die präzise Bedienung von medizinischen Verdampfern, die zahllosen positiven Erfahrungen von Nutzern und die Empfehlungen der Ärzte sprechen für sich. Wenn man sich mit den Voraussetzungen und der Handhabung vertraut macht und die Zeit und Geduld zum Ausprobieren mitbringt, ist die Verwendung eines Cannabis Vaporizers eine sichere, schnelle und einfache Möglichkeit, das Beste aus den medizinischen Cannabisblüten herauszuholen. 

Wichtig ist es vor allem, bei der Lagerung, Vorbereitung und vor allem der Erhitzung der Cannabisblüten Acht zu geben. Halte dich an den in der Anleitung ausgelegten Vaporizer Temperatur Guide und die Temperaturempfehlung für die von dir verwendete Cannabissorte, experimentiere aber auch mit der Einstellung je nach gewünschter Wirkung. Es ist ebenfalls möglich, verschiedene Blüten zu kombinieren. In einem Notizbuch kannst du deine Erfahrungen und mögliche Nebenwirkungen für die Zukunft festhalten.

Die Grundlage für ein erfolgreiches Verdampfen von Cannabis ist dabei immer die Verwendung von qualitativ hochwertigen Blüten. Grüne Brise ermöglicht dir deshalb den Zugang zu den besten Cannabis-Apotheken Deutschlands. Durchstöbere eine große Auswahl an Cannabis Sorten, die unter strengsten Qualitätskontrollen angebaut werden. Grüne Brise steht für eine hohe Verfügbarkeit des besten medizinischen Cannabis, Top-Beratung und schnelle Lieferzeiten. Wenn dir bereits ein ärztliches Rezept für medizinisches Cannabis vorliegt, kannst du es hier einlösen.

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Heilmittelwerbegesetz Disclaimer

Die von Grüne Brise bereitgestellte Plattform für Cannabis-Apotheken richtet sich an Patienten, die im Besitz einer ärztlichen Verordnung für die Verwendung von medizinischem Cannabis sind. Wir weisen darauf hin, dass der Erwerb und die Verwendung von medizinischem Cannabis in Deutschland strengen regulatorischen Anforderungen unterliegt und ausschließlich für medizinische Zwecke gestattet ist. Wir empfehlen unseren Nutzern, sich vor dem Erwerb und der Verwendung von medizinischem Cannabis über die geltenden Vorschriften zu informieren und sich an die Anweisungen ihres behandelnden Arztes zu halten. Medizinisches Cannabis kann zur Linderung der Symptomatik einer Vielzahl von Krankheiten beitragen, darunter ADHS, Migräne, chronische Schmerzen, Depressionen, Schlafstörungen, Endometriose, Multiple Sklerose, Epilepsie und Morbus Crohn. Konform mit dem Heilmittelwerbegesetz gewährleisten wir jedoch keine Heilung.

Gender-Hinweis

Im vorliegenden Artikel wird darauf verzichtet, bei Personenbezeichnungen sowohl die männliche als auch die weibliche Form zu nennen. Die männliche Form gilt in allen Fällen, in denen dies nicht explizit ausgeschlossen wird, für beide Geschlechter.